
Fachveranstaltung an der Hochschule für Sozialwesen in Berlin
Buchvorstellung & themenbezogene Vortragsreihe
Was bedeutet es für Eltern, wenn das eigene Kind eine Straftat begeht?
Was geschieht mit Familien, wenn ein Kind straffällig wird – jenseits juristischer Konsequenzen?
Diesen Fragen widmet sich unsere Fachveranstaltung am 29. Juni 2026 an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin.
Im Fokus steht die Situation von Angehörigen von Kindern, die straffällig werden – ein Thema, das fachlich wie gesellschaftlich noch immer zu wenig Beachtung findet. Mit dem Buch „Das Leben nach der Straftat eines Kindes - Im Schatten der Schuld" wird eine Perspektive eingebracht, die die Erfahrungen betroffener Familien vertieft und die fachliche Auseinandersetzung um eine zentrale Dimension erweitert. Die Autorin Claudia Terporten begleitet den Nachmittag mit kurzen Lesungen und eröffnet damit einen eindrücklichen, sensiblen Zugang zu den Erfahrungen betroffener Familien.
Ein besonderer Dank gilt den Referentinnen, die dieses Thema aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven beleuchten und seit vielen Jahren maßgeblich in Praxis und Strukturentwicklung wirken:
Hilde Kugler, Gründerin und Geschäftsführerin von Treffpunkt e.V. in Nürnberg, die seit über 30 Jahren mit Angehörigen von Inhaftierten arbeitet und bundesweit Projekte sowie Netzwerke aufgebaut und geprägt hat.
Katrin Schaefer, Sozialpädagogin, Angehörigenbeauftragte der JVA Dresden und stellvertretende Vorsitzende von MitGefangen e.V., die sich für den Erhalt und die Stärkung von Kind-Eltern-Beziehungen trotz Inhaftierung einsetzt.
Unser besonderer Dank gilt Prof. Dr. Selin Arikoglu, die diese Veranstaltung mit großem Engagement und fachlicher Tiefe möglich gemacht hat. Ihre Arbeit verbindet Kinderschutz und Prävention – vor, während und nach einer Inhaftierung – und rückt zugleich die Auswirkungen des Strafvollzugs auf Familien, in den Fokus interdisziplinärer Zusammenarbeit. Zudem prägt sie die Diskurse zu Straffälligkeit im Zusammenhang mit Rassismus und Diskriminierung.
Die Perspektive von Betroffenen findet ebenfalls Raum: Ein Vater von drei Kindern und ehemalig Inhaftierter eröffnet einen unmittelbaren Einblick in die Realität dieser Lebensphase.
Den Auftakt der Veranstaltung bildet eine Eröffnungsrede von Brigitte Zypries, Bundesjustizministerin a.D., die mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Verbindung von Recht, Gesellschaft und Verantwortung geleistet hat.
Im Anschluss an die Fachvorträge eröffnet eine moderierte Podiumsdiskussion den Raum für Austausch, in dem ausdrücklich auch Perspektiven aus dem Publikum eingebracht werden können.
Wir danken der Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin und die Bereitstellung dieses wichtigen Raums.
Als Verlag ist es uns ein Anliegen, nicht nur Bücher zu veröffentlichen, die gesellschaftliche Realitäten sichtbar machen, sondern auch Räume für deren Auseinandersetzung zu schaffen. Verantwortung beginnt dort, wo wir nicht wegsehen.
Um Anmeldung wird bis zum 10.06. unter kaan.kuecuekdevlet@stud.khsb-berlin.de gebeten!
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